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HOMERISCHE HYMNEN, AN DIONYSOS [32-59]

Size: 70 x 50 cm (NOT AVAILABLE)

Manuscript written with dip pen (with metallic nib) and acrylic ink in Greek minuscule script, as it has been styled in the late Byzantine era. Decoration inspired by an attic black figured kylix, attributed to the vase-painter and potter Exekias. Dionysos reclines in a boat from which sprouts a fruiting grape vine. The vessel is surrounded by dolphins - the metamorphosed forms of the Tyrrhenian pirates who had tried to capture him (as the hoimeric hymn to Dionysos describes).540-535 B.C. , Munich, Staatliche Antikensammlungen. From “Greek Art, Ancient Greek Pots”, Michalis Tiverios, Ekdotike Athenon, 1996.

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HOMERISCHE HYMNEN, AN DIONYSOS [32-59]

Sprachs und zog den Mast empor und das Segel des Schiffes. 
Wind fuhr hinein und blähte das Segel, man straffte die Taue 
allseits. Bald schon erschienen ihnen doch seltsame Dinge: 
Wein zuerst überströmte das schwarze Schiff, das geschwinde, 
lieblich süß, wohlriechend, es quollen ambrosische Düfte; 
all die Matrosen, sobald sie es sahen, erstarrten vor Staunen; 
und gleich breitete sich vom Segel ganz oben ein Weinstock 
hierhin und dorthin und überall aus; daran hingen in Fülle 
Trauben, und um den Mastbaum kletterte schwärzlicher Efeu, 
blühte in Blumen anmutig empor, Frucht schwellte darüber; 
Kränze umrankten die Ruderpflöcke. Doch als sie dies sahen, 
schrien auf dem Schiffe die Männer dem Steuermann zu: "An 
Land, zurück!" Da wurde drinnen im Schiff ER zum Löwen 
schrecklich richtete er sich auf, laut grollte er, schuf dann 
mitten im Schiff eine zottige Bärin: Er zeigt sich in Zeichen. 
Sie war gierig gespannt; der Löwe jedoch über Deck hoch 
blickte furchtbar zornig; ins Heck verscheucht drängten sie sich 
um den besonnen Steuermann dort, der die Fassung bewahrte; 
tief entsetzt waren sie. Da reckte sich plötzlich der Löwe 
hoch empor, den Schiffsherrn griff er; sie sahens und ahnten 
schon ihr Ende und sprangen hinab in die göttliche Salzflut, 
in Delphine verwandelt. Dem Steuermann aber gab Gnade 
und gab höchstes Entzücken der Gott mit folgenden Worten:
"Sei guten Mutes, göttlicher Vater: du bist mir willkommen! 
ICH selbst bin's: Dionysos, Donnerer, bin, den die Mutter 
Semele, Kadmos' Tochter, von Zeus hat in Liebe empfangen." 
Gruß dir, Kind Semeles mit schönen Augen! Nie könnt' ich 
deiner vergessend ein süßes Lied je reizvoll gestalten!

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Als Homerische Hymnen wird eine Sammlung von 33 antiken griechischen Gedichten bezeichnet. Es handelt sich dabei um Preisungen und Anrufungen der griechischen Götter. Ein 34. Gedicht ist „an die Gastgeber“ gerichtet. Ihre Länge variiert von nur sehr wenigen (der zweite auf Demeter lediglich drei) bis 580 (Hermes) Versen. Das Versmaß ist wie bei den Epen Homers ausschließlich der Hexameter, auch die Sprache ist stark an die der homerischen Epen angelehnt. Die Datierung ist umstritten, die Hymnen dürften aber zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert v. Chr. an verschiedenen Orten entstanden sein und gehören somit zu den ältesten überlieferten Texten der griechischen Antike. Der Hymnos VIII an Ares ist wegen der darin enthalten astrologischen Ausführungen in die Spätantike, nach dem 5. Jahrhundert zu datieren. Manche der Gottheiten wurden mit mehreren Hymnen bedacht, so Demeter, Apollon, Aphrodite und Hermes, denen je einer der sogenannten „vier großen Hymnen“ geweiht ist. Die Manuskripte aus der byzantinischen Überlieferung begannen jeweils mit Hymnus III, 1777 wurde aber in einem Moskauer Pferdestall ein Manuskript aus dem 15. Jahrhundert mit Fragmenten von Hymnus I und Hymnus II entdeckt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Homerische_Hymnen



ΟΜΗΡΙΚΟΣ ΥΜΝΟΣ ΕΙΣ ΔΙΟΝΥΣΟΝ, ΣΤΙΧΟΙ 32-59

ὣς εἰπὼν ἱστόν τε καὶ ἱστίον ἕλκετο νηός.
ἔμπνευσεν δ᾽ ἄνεμος μέσον ἱστίον: ἀμφὶ δ᾽ ἄρ᾽ ὅπλα
καττάνυσαν: τάχα δέ σφιν ἐφαίνετο θαυματὰ ἔργα.
35 οἶνος μὲν πρώτιστα θοὴν ἀνὰ νῆα μέλαιναν
ἡδύποτος κελάρυζ᾽ εὐώδης, ὤρνυτο δ᾽ ὀδμὴ
ἀμβροσίη: ναύτας δὲ τάφος λάβε πάντας ἰδόντας.
αὐτίκα δ᾽ ἀκρότατον παρὰ ἱστίον ἐξετανύσθη
ἄμπελος ἔνθα καὶ ἔνθα, κατεκρημνῶντο δὲ πολλοὶ
40 βότρυες: ἀμφ᾽ ἱστὸν δὲ μέλας εἱλίσσετο κισσός,
ἄνθεσι τηλεθάων, χαρίεις δ᾽ ἐπὶ καρπὸς ὀρώρει:
πάντες δὲ σκαλμοὶ στεφάνους ἔχον: οἳ δὲ ἰδόντες,
νῆ᾽ ἤδη τότ᾽ ἔπειτα κυβερνήτην ἐκέλευον
γῇ πελάαν: ὃ δ᾽ ἄρα σφι λέων γένετ᾽ ἔνδοθι νηὸς
45 δεινὸς ἐπ᾽ ἀκροτάτης, μέγα δ᾽ ἔβραχεν, ἐν δ᾽ ἄρα μέσσῃ
ἄρκτον ἐποίησεν λασιαύχενα, σήματα φαίνων:
ἂν δ᾽ ἔστη μεμαυῖα: λέων δ᾽ ἐπὶ σέλματος ἄκρου
δεινὸν ὑπόδρα ἰδών: οἳ δ᾽ ἐς πρύμνην ἐφόβηθεν,
ἀμφὶ κυβερνήτην δὲ σαόφρονα θυμὸν ἔχοντα
50 ἔσταν ἄρ᾽ ἐκπληγέντες: ὃ δ᾽ ἐξαπίνης ἐπορούσας
ἀρχὸν ἕλ᾽, οἳ δὲ θύραζε κακὸν μόρον ἐξαλύοντες
πάντες ὁμῶς πήδησαν, ἐπεὶ ἴδον, εἰς ἅλα δῖαν,
δελφῖνες δ᾽ ἐγένοντο: κυβερνήτην δ᾽ ἐλεήσας
ἔσχεθε καί μιν ἔθηκε πανόλβιον εἶπέ τε μῦθον:
55 θάρσει, †δῖε κάτωρ†, τῷ ἐμῷ κεχαρισμένε θυμῷ:
εἰμὶ δ᾽ ἐγὼ Διόνυσος ἐρίβρομος, ὃν τέκε μήτηρ
Καδμηὶς Σεμέλη Διὸς ἐν φιλότητι μιγεῖσα.
χαῖρε, τέκος Σεμέλης εὐώπιδος: οὐδέ πη ἔστι
σεῖό γε ληθόμενον γλυκερὴν κοσμῆσαι ἀοιδήν.

Ομηρικοί Ύμνοι, Κείμενο, μετάφραση, σχόλια Δ.Π. Παπαδίτσας, Ελένη Λαδιά, Βιβλιοπωλείον της Εστίας, Αθηνα 2005.